Goldmedaille und 14000 US-Dollar Geldprämie:

 

Auszeichnung für „Blinde ohne Grenzen“

 

 

Es ist nur wenigen bekannt, daß es in Georgien die Vereinigung „Blinde ohne Grenzen“ gibt. Sie wurde 2001 in Tiflis gegründet und zählt mehr als 150 Mitglieder. Die Vereinigung kümmert sich in ganz Georgien um die etwa 8600 blinden und sehbehinderten Menschen. Ihr Gründer und Vorsitzende Besarion Sologaschvili – von Beruf Kybernetiker – war in verschiedenen Positionen und Organisationen tätig: Z. B. an der Staatlichen Universität Tiflis, am Institut für angewandte Mathematik, im Rechnungszentrum für Ökonomie, beim Landwirtschaftsministerium sowie an der Wissenschaftsakademie. Alles begann 1998: Der Wissenschaftler, Maler und Schriftsteller Besarion Sologaschwili verlor seine Seh-Fähigkeit. Trotzdem setzte er seine aktive Tätigkeit fort und hat neue wichtige Entdeckungen gemacht. So entwickelte er ein Computerprogramm für Blinde, daß ihnen die Möglichkeit zum Lesen und Schreiben gibt, was für sie vorher unmöglich war.

Vor einiger Zeit hat die georgische Vereinigung am Wettbewerb „Menligten sich Teilnehmer aus 48 Ländern mit mehr als verschiedenen 200 Projekten. Unter den sechs ausgewählten Teilnehmern war auch „Blinde ohne Grenzen“. Die Assoziation wurde mit der Goldmedaille und einer Prämie von 14 000 US-Dollar ausgezeichnet. Damit eröffnete die Assoziation in Georgien das erste Computerzentrum für Blinde. Im Laufe eines Jahres lernten mehr als 80 blinde und sehbehinderte Menschen am Computer zu arbeiten. 2001 nahm die Assoziation an einem Wettbewerb für Bildungsprogramme teil (Soros-Stiftung: „Open Society Georgien“) Zum ersten Mal wurde in Georgien ein Vertonungsprogramm für georgische Texte geschaffen. Es wurde möglich, klassische und moderne Werke hörbar zu machen. Blinde Menschen bekamen so die Möglichkeit, selbständig wissenschaftliche Texte zu bearbeiten oder schriftliche Dokumente zu schaffen. 2004 wurde in der Nationalbibliothek Georgiens ein Lesesaal für Blinde eingerichtet – finanziert vom „Mercy Corps“. Im Rahmen dieses Programms wurde auch ein Studio für Büchervertonung geschaffen. 2004 hat die Assoziation mit diesem Lesesaal für Blinde an einem Wettbewerb teilgenommen und gewonnen. Mit dem Preisgeld wurde ein Auto gekauft, das jetzt einen Fahrdienst für Blinde übernimmt. Die Organisation versucht den Sehbehinderten das Leben leichter zu machen und sie aus- und weiterzubilden. Es gibt noch viel für die Blinden-Vereinigung zu tun.

 

 

 

                                                                                  Maja Sachltchuzischwili

 

 

„Kaukasische Post“, 2006,

Februar,  № 57, S. 19    

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